Acht wichtige Neuerungen für Cloudflare Observability

Nevi Shah, Arti Kumar, Tom Benn und Sahidya Devadoss

Lesezeit: 9 Min.

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Heute führen wir acht wichtige Neuerungen ein, die Ihre Logs, Traces, Analysen, Meldungen, Dashboards und Datenexporte in einer gemeinsamen Observability-Plattform zusammenführen – mit einer einfacheren Preisgestaltung und besser planbaren Kosten.

Das sind die Neuerungen:

Eine Observability-Plattform für ganz Cloudflare

Um ein Problem zu verstehen, braucht man häufig Daten aus mehreren Cloudflare-Produkten. Ein Anstieg der 5xx-Antworten kann beispielsweise auf einen Worker oder Ihren Ursprungsserver zurückgehen. Ebenso kann die Ursache darin liegen, dass Cloudflare Ihren Ursprungsserver weltweit oder in einzelnen Regionen nicht erreichen kann. Wer das heute untersuchen möchte, muss jedoch wissen, welches Produkt die jeweiligen Informationen liefert und wie sie sich abfragen lassen.

Observability sollte die gesamte Plattform abdecken: Sie sollte das tatsächliche Verhalten von Anwendungen sichtbar machen und Ihnen alle Zusammenhänge liefern, die Sie zur Lösung eines Problems benötigen. In den kommenden Monaten werden deshalb weitere Cloudflare-Produkte, Datensätze und Workflows Teil dieser gemeinsamen Observability-Plattform. Dabei vereinheitlichen wir die Preisgestaltung, die Bedienung und die verfügbaren Funktionen. Diese acht Neuerungen sind der erste Schritt zu einer stärker integrierten Observability-Plattform.

1. Alle Logs an einem Ort untersuchen

Die ​neue Logs-Startseite vereint ​Workers Observability (zur Fehlerbehebung von Workers-Anwendungen und zugehörigen Ressourcen) mit dem ​Log Explorer (zur Durchsuchung von Sicherheitsprotokollen). Sie können jetzt zwischen Log-Datensätzen für HTTP-Ereignisse, Firewall-Ereignisse, Workers, Containers, R2 und AI Gateway wählen und für alle dieselben Analysetools und Funktionen nutzen.

Wenn beispielsweise die Anfragelatenz steigt, können Sie die Ergebnisse nach Hostname oder Rechenzentrum gruppieren, auf die betroffenen Pfade eingrenzen und einzelne Anfragen anhand ihrer Ray ID untersuchen. Führt die Analyse zu einem anderen Cloudflare-Produkt, wechseln Sie einfach den Datensatz, ohne den Bereich Logs zu verlassen. Schon bald werden auch Abfragen über mehrere Datensätze hinweg möglich sein. Damit können Sie zusammengehörige Ereignisse aus verschiedenen Produkten in einer einzigen Abfrage miteinander verknüpfen.

Für die Abfrage Ihrer Logs können Sie SQL direkt verwenden oder die Ergebnisse mit integrierten Filtern auf bestimmte Ereignisse eingrenzen. Außerdem lassen sich Visualisierungen anhand natürlichsprachlicher Anweisungen erstellen, um erkannte Anomalien leichter zu untersuchen und zu verstehen.

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2. Anfragen durch unsere gesamte Plattform verfolgen – jetzt in der offenen Beta

​Cloudflare Traces startet in die offene Betaphase. Damit können Sie für einzelne Anfragen nachvollziehen, welche unterstützten Sicherheitsregeln und Transformationen angewendet werden, welche Cache- und Routing-Entscheidungen fallen und wie Workers eingebunden sind und wie Cloudflare die Kommunikation mit dem Ursprungsserver handhabt. Sie sehen, welchen Weg Ihr Traffic durch unsere Plattform nimmt und wie sich Ihre Cloudflare-Konfiguration auf die Verarbeitungsdauer, das Routing und weitere Aspekte auswirkt.

Legen Sie eine grundlegende Sampling-Rate fest, um kontinuierlich Einblick in Ihren Traffic zu erhalten. Mit ​Trace Rules können Sie bei einer Untersuchung bestimmte Anfragen zusätzlich mit einer höheren Rate erfassen. Wählen Sie dafür gezielt Hostnamen, Pfade, IP-Adressen oder Header aus, suchen Sie nach einer Ray ID und untersuchen Sie die zugehörigen Spans direkt im Cloudflare-Dashboard.

Traces lassen sich über  OpenTelemetry exportieren. Die Weitergabe des Trace-Kontexts nach dem W3C-Standard ermöglicht es außerdem, eingehenden Trace-Kontext zu übernehmen und an Ihren Ursprungsserver weiterzureichen. ​Mehr über Cloudflare Tracing erfahren Sie im vollständigen Blogbeitrag. Oder geben Sie Ihrem Agenten den folgenden Befehl, um direkt loszulegen:

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3. Observability-Daten über eine einheitliche SQL-API von Ihrem Agenten abfragen lassen

Auch Agenten brauchen einen einheitlichen Zugang zu Ihren Observability-Daten, um Probleme zu untersuchen, Zusammenhänge zwischen Signalen zu erkennen und die Wirksamkeit von Fehlerbehebungen zu überprüfen. Dafür stellen wir  eine einheitliche SQL-API vor, die jetzt als Betaversion verfügbar ist. Sie ermöglicht die Abfrage von Telemetriedaten aus der gesamten Cloudflare-Plattform. Statt Workers-Logs, Sicherheitsereignisse aus Containers, HTTP-Anfragelogs und Analysedaten jeweils separat anzubinden, können Menschen und Agenten sie über eine gemeinsame API mit einem einheitlichen SQL-Dialekt und Authentifizierungsmodell abfragen.

Ihr Agent kann mit der neuen ​Cloudflare-CLI cf Abfragen über die Kommandozeile finden und ausführen. Alternativ kann er sich mit dem ​Observability-MCP-Server von Cloudflare verbinden, um Logs, Traces und Analysedaten zu untersuchen. ​Datensatzschemata, Feldbeschreibungen und Beispielabfragen helfen Menschen und Agenten dabei, passende Abfragen zu erstellen.

Außerdem integrieren wir die SQL-Schnittstelle über ein natives Binding direkt in Workers. Ihr Worker kann damit beispielsweise Daten aus der ​Analytics Engine abfragen, um die Nutzung durch Kunden zu messen und Abrechnungsabläufe zu unterstützen. Auch Analyse-Dashboards für Ihre Kunden, Berichte zum Systemzustand und die automatisierte Untersuchung von Vorfällen lassen sich so umsetzen, ohne einen separaten API-Client zu konfigurieren.

4. Neue Preise für die Erfassung und Speicherung von Logs und Traces

Für alle Logs und Traces, die auf Cloudflare erfasst und gespeichert werden, führen wir ein gemeinsames Observability-Abonnement mit einem einheitlichen Preismodell ein. Dieses gilt ab dem 1. Dezember 2026 für alle Tarife; bei Enterprise-Kunden wird es mit der Vertragsverlängerung wirksam. Es umfasst die bisherigen Logs der Entwicklerplattform, darunter Workers, Containers und AI Gateway, sowie sämtliche Tracing-Daten.

Da einzelne Logs und Traces sehr unterschiedlich groß sein können, richtet sich die Abrechnung künftig nach dem erfassten und gespeicherten Datenvolumen statt nach der Anzahl der Ereignisse. Weitere Informationen zur Preisgestaltung finden Sie in unserer ​Dokumentation.

Tarif

Enthaltene Nutzung

Aufbewahrung

Zusätzliche Nutzung

Free

Täglich 0,5 GB Datenerfassung

7 Tage

Nicht verfügbar

Paid und Enterprise

50 GB Datenerfassung
10 GB/Monat Speicherung pro Abrechnungszyklus

Bis zu 1 Jahr
(in Kürze verfügbar)

0,25 USD pro GB Datenerfassung
0,10 USD pro GB/Monat Speicherung

5. Individuelle Meldungen auf Basis Ihrer Observability-Daten konfigurieren – jetzt in der Beta

Die bisherige Funktion „Notifications“ heißt jetzt „Alerts“ und wurde umfassend erweitert. Sie können nun individuelle Meldungen für alle Daten einrichten, die unsere neue einheitliche SQL-API unterstützt. Dazu gehören HTTP-Anfragelogs, Workers-Ereignisse, Datensätze der Workers Analytics Engine, Analysedatensätze, Traces und Sicherheitsereignisse.

Wählen Sie im Dashboard einen Datensatz aus oder definieren Sie die Bedingung mit einer eigenen SQL-Abfrage. Legen Sie anschließend einen Schwellenwert, eine Anomalie oder ein Service Level Objective (SLO) als Auslöser fest. Bestimmen Sie außerdem den Auswertungszeitraum und das Ziel für die Benachrichtigung. So können Sie sich beispielsweise benachrichtigen lassen, wenn die Zahl der 5xx-Antworten Ihres Ursprungsservers fünf Minuten lang über einem Schwellenwert liegt, ein Container wiederholt ausfällt, nach einem Deployment mehr Worker-Fehler auftreten oder die Trace-Latenz einen erwarteten Grenzwert überschreitet. 

Meldungen lassen sich direkt an die Tools senden, die Ihre Teams bereits verwenden – darunter Incident-Management-Tools und Chatplattformen – oder über Webhooks weiterleiten. ​Webhooks stehen jetzt in allen Tarifen zur Verfügung. Damit können Sie Meldungen an eigene Dienste oder direkt an Ihren Agenten senden, sodass dieser sofort mit der Untersuchung beginnen kann. Für den Einstieg lesen Sie unsere ​Dokumentation oder geben Sie Ihrem Agenten den folgenden Befehl:

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6. Alle Analysedaten Ihrer Domain an einem Ort – jetzt mit 30 Tagen Aufbewahrungsdauer

Um zu verstehen, was auf Ihrer Domain geschieht, mussten Sie bislang häufig Kennzahlen aus verschiedenen Cloudflare-Produkten zusammenführen. Wir bündeln jetzt Daten zu Traffic, Performance, Sicherheit, Cache, Ursprungsservern und DNS, damit Sie die Zusammenhänge erkennen können. Steigt beispielsweise die Latenz, sehen Sie schnell, ob dies mit einem bestimmten Cloudflare-Rechenzentrum, Hostnamen oder Ursprungsserver zusammenhängt.

Außerdem stehen Ihnen die Analysedaten Ihrer Domain jetzt ​in jedem Tarif für 30 Tage zur Verfügung. Mit einem vollständigen Monat an historischen Daten können Sie Probleme auch nachträglich untersuchen, den heutigen Tag mit demselben Wochentag der vergangenen Wochen vergleichen und einmalige Spitzen von längerfristigen Trends unterscheiden.

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7. Individuelle Dashboards erstellen

Vorgefertigte Dashboards decken gängige Anwendungsfälle ab. Anwendungen nutzen jedoch häufig mehrere Bereiche der Cloudflare-Plattform. Mit ​Custom Dashboards können Sie Analysedaten aus der gesamten Cloudflare-Plattform, Logs und Traces der Workers-Plattform sowie Sicherheitsereignisse in einer gemeinsamen Ansicht zusammenführen.Behalten Sie Anfragevolumen, Fehler, Latenz, Speichernutzung und blockierten Traffic im Blick und teilen Sie das Dashboard mit Ihrem Team. Statt bei jeder Untersuchung Abfragen neu zu erstellen, überwachen Sie die für Ihre Anwendung relevanten Signale an einem zentralen Ort.

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8. Logpush ist jetzt in allen Self-Service-Tarifen verfügbar

Logpush war bislang ausschließlich Enterprise-Kunden vorbehalten und steht jetzt in allen Self-Service-Tarifen zur Verfügung. Damit können Sie sämtliche Cloudflare-Logs in die Tools und an die Ziele exportieren, die Sie bereits nutzen.Möchten Sie vor dem Export Daten filtern, sensible Informationen entfernen, Ereignisse anreichern oder das Ausgabeformat anpassen? ​Transformers ist jetzt allgemein verfügbar und ermöglicht beliebige SQL-Transformationen, ohne dass Sie eine separate ETL-Pipeline betreiben müssen.

Für Logpush und Transformers führen wir eine ​nutzungsabhängige Abrechnung ein. Beide enthalten ein kostenloses monatliches Inklusivvolumen. Für darüber hinausgehende Nutzung gelten folgende Preise:

Datenexport und Verarbeitung

Jeden Monat inklusive

Zusätzliche Nutzung

Exporte an Cloudflare-Ziele

25 GB

0,03 $ pro GB

Exporte an externe Ziele

25 GB

0,10 $ pro GB

Logpush Transformers

1 GB

0,04 $ pro GB

Informationen zum Einstieg mit Logpush und alle Details zur Preisgestaltung finden Sie in unserer  Dokumentation.

Was kommt als Nächstes:

  • Längere Aufbewahrung Ihrer Observability-Daten: Künftig können Sie Logs und Traces bis zu ein Jahr lang speichern. Das erleichtert die Untersuchung wiederkehrender Probleme, den Vergleich mit früherem Anwendungsverhalten und die Analyse langfristiger Trends.
  • Unterstützung der OpenTelemetry-APIs in Workers: Wir bauen unsere OpenTelemetry-APIs weiter aus, damit Sie bestehenden Spans Attribute hinzufügen oder den Trace-Kontext abrufen können.
  • Einfacherer Export von Metriken mit OpenTelemetry: Sie werden Cloudflare-Metriken an OpenTelemetry-kompatible Ziele senden und dort gemeinsam mit Telemetriedaten aus dem übrigen Technologie-Stack analysieren können.
  • Neue Preise ab dem 1. Dezember 2026: Wenn Sie Observability-Daten auf Cloudflare erfassen oder speichern, wird Ihre Nutzung nach dem einheitlichen Preismodell abgerechnet. Wir informieren Sie, bevor die Änderung wirksam wird.

Bereit, Problemen auf den Grund zu gehen?

Wir nehmen Ihr Feedback ernst: Cloudflare kann mitunter wie eine Blackbox wirken. Diese Neuerungen sind der erste Schritt, um Abläufe sichtbar zu machen, die zugrunde liegenden Daten zugänglich zu machen und Ihnen den Kontext zu liefern, den Sie zum Handeln brauchen. Diese Transparenz wird umso wichtiger, da Agenten zunehmend nicht nur Software schreiben, sondern auch betreiben. Ein Agent kann nur dann überprüfen, ob eine Änderung das gewünschte Ergebnis erzielt hat, wenn er nachvollziehen kann, was passiert ist, den Fehler identifiziert und die Wirksamkeit der Fehlerbehebung prüft

Deshalb setzen wir auf ​OpenTelemetry, ​W3C Trace Context und SQL. Damit stellen wir Ihnen und Ihren Agenten standardisierte, portable Schnittstellen für den Zugriff auf diese Kontextinformationen bereit. Weitere Informationen finden Sie auf der neuen ​Startseite der Observability-Dokumentation .